Marketing und Werbung in sozialen Medien hat in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen. Insbesondere Facebook hat bei der zielgruppenoptimierten Konsumentenansprache die internationale Führungsrolle übernommen.

 

 

Im Laufe der Zeit hat Facebook eine Reihe unterschiedlicher Formen der Interaktion entwickelt, die sowohl Nutzern als auch Werbetreibenden zur Verfügung stehen. Das hat allerdings teilweise zu Verwirrung geführt. Um für das jeweilige Vorhaben das richtige Instrument zu finden, ist zunächst grundsätzliches Verständnis über die unterschiedlichen Auswirkungen erforderlich, die durch die einzelnen Elemente ausgelöst werden. Hier erklären wir Ihnen die wesentlichen Unterschiede zwischen Likes, Abonnenten und Freunden:

 

Freunde bei Facebook – die Basis des sozialen Netzwerks

Einen Freund bei Facebook zu haben, bedeutet, auf gewisse Weise an seinem Leben teilzuhaben. Sie können auf zwei Arten zum Freund werden: Entweder Sie richten eine Freundschaftsanfrage an jemanden. Wird diese positiv beantwortet, sind Sie Freunde. Oder sie akzeptieren die Freundschaftsanfrage einer anderen Person. In beiden Fällen erscheinen ab diesem Augenblick alle Beiträge des Freundes auch in Ihrer persönlichen Chronik, zusammen mit allem, was der Freund teilt. Seit einiger Zeit evaluiert Facebook für Sie die Beiträge Ihrer Freunde. Das bedeutet, dass Sie die Beiträge bevorzugt zu sehen bekommen, die Sie besonders interessieren. Auf diese Weise entsteht mit der Zeit Ihr Freundeskreis, mit dem Sie sich austauschen können. Für kommerzielle Werbevorhaben ist der Freundeskreis weniger gut geeignet, da sich alle Werbemaßnahmen auf Ihr persönliches Umfeld beziehen würden und nicht auf eine genau fokussierte und optimierte Zielgruppe, die über Ihren Freundeskreis hinausreicht.

 

Facebook Likes oder Abonnenten – wo liegt der Unterschied?

Die Reaktionsmittel Facebook Likes, auf deutsch „Gefällt mir“, und die Möglichkeit, zu einem der Abonnenten zu werden, sind für Werbetreibende vor allem im Zusammenhang mit Unternehmensseiten von Bedeutung. Klickt ein Besucher Ihrer Seite auf den „Gefällt mir“-Button, gibt er damit zu verstehen, dass er mehr von Ihnen wissen will. Wie intensiv Sie dieses Interesse in aktive Interaktion umsetzen können, hängt wesentlich von der Gestaltung Ihrer Seite ab. Ihr Erfolg ist in der Differenz Ihrer Facebook Likes und Ihrer Abonnenten messbar. Und das geht so:

Wenn ein Besucher Ihrer Seite auf den Like-Button klickt, löst er zwei Prozesse gleichzeitig aus: Zum einen wird er ein Freund der Seite, also ihr Fan. Zum anderen wird er auch einer der Abonnenten. Damit wird die Differenz zwischen beiden Interaktionsformen klar: Als Abonnent erscheinen alle Beiträge Ihrer Seite automatisch auch im Newsfeed, also der Chronik des Abonnenten. Wenn er eine entsprechende Einstellung getätigt hat, wird er über jeden neuen Beitrag zusätzlich gesondert benachrichtigt. Als Fan der Seite bleibt er lediglich mit ihr verbunden. Die Seite erscheint in der Liste seiner bevorzugten Seiten und kann von dort direkt erreicht werden.

 

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Das Schicksal Ihrer Seite entscheidet sich über die Frage, wie viele Ihrer Fans auch Abonnenten bleiben wollen. Es besteht nämlich für sie die Möglichkeit, das Abonnement abzubestellen und trotzdem Fan zu bleiben. Das tritt dann ein, wenn Ihr Fan zwar weiterhin Sympathie für Sie und Ihr Angebot hat, Ihre Beiträge aber nicht interessant findet und deswegen nicht mehr häufig sehen möchte.

Damit eröffnet sich ein probates Mittel, den Erfolg einer Unternehmensseite zu überprüfen. Hat die Seite zwar viele Likes aber verhältnismäßig wenige Abonnenten, stimmt etwas mit der inhaltlichen Gestaltung nicht. Wenn es Ihnen auf den intensiven Kontakt mir Ihrer Zielgruppe und einen lebendigen Austausch mit ihr ankommt, könnten vielleicht interessantere und abwechslungsreichere Beiträge oder die intensivere Nutzung von Bildern oder Videos die Abonnentenzahlen wieder in die Höhe schießen lassen.

 

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